Rebell - Duckmäuschen oder Begegnung auf Augenhöhe - Umgang mit Autoritäten


Morgen ist er, der Termin, in dem ich glänzen muss. Der Termin, in dem alles auf einer Karte steht, in dem ich überzeugend sein muss mit meiner Präsentation, doch da sitzt SIE! Die Person, die für die finale Entscheidung verantwortlich ist und mich im vorherigen Termin mit nur einer Frage völlig aus dem Konzept bringen konnte...

 

Autoritätspersonen. Wissend ihrer Position und ihrem Können strahlen sie ein klares Selbstbewusstsein aus. Wissend der daraus resultierenden Macht wirkt dies für manch einen nur noch angsteinflößend. Allein der Gedanke an die nächste Besprechung treibt die Schweißperlen auf die Stirn. Schlaflose Nächte ob dieser einen Person, die in der nächsten Präsentation, dem nächsten Vorstellungsgespräch oder dem nächsten Besprechungskreis sitzen wird. Nur was genau macht jemanden zur Autoritätsperson? Der Titel? Die Macht über die Budgetausgaben? Chef zu sein? Präsident eines Landes? Und wer schreibt ihnen diese Autorität zu? Autorität gebührt jenen, die durch ihre Leistung überzeugen, respektvolle Werte leben und nach dem Handeln, was sie erzählen. Nun nutzt zum Glück nicht jede Autoritätsperson seine Position in solch einem Sinne aus, dass diese sich negativ auf seine Mitmenschen auswirkt. Doch immer wieder tritt dieses Phänomen in den verschiedensten Situationen, insbesondere häufig im Berufsleben auf. Was also wirft manch einen aus der Bahn im Umgang mit Autoritätspersonen?

 

Fällt einem der Umgang mit autoritären Menschen schwer, können schon mal die Muffen gehen .... beim Pitch vor einem wichtigen Kunden, von dem die Erreichung meiner eigenen Budgetziele abhängt. ...beim Vorstellungsgespräch für den Traumjob, der mir meinen nächsten Karriereschritt ermöglicht. ...bei der Vorstellung meines Projektes, bei dem es darum geht mich gegen andere Vorhaben durchzusetzen. ...beim Äußern meiner Meinung, wenn der Rest der Anwesenden dem Vorgesetzten nach dem Mund redet. Als Außenstehender scheint es einfach hier ein Urteil zu fällen und schlaue Tipps zu geben, wie mit solchen Situationen umzugehen ist. Selbst die ernst gemeintesten Ratschläge räsonieren unter Umständen nicht. Was also ist es, was das Unbehagen im Umgang mit Autoritäten bei mir auslöst? Was stärkt mich, um mir den Umgang zu erleichtern? Was ist mein Weg, um zukünftig auch spontan und ohne lange Vorbereitung in der Begegnung souverän und freundlich zu bleiben? Denn letztendlich geht es einzig und allein darum für sich Klarheit über die Ursachen und dann einen Weg zu finden, der eine Begegnung auf Augenhöhe ermöglicht.