Immer auf Zack!


Zack zack und hopplahopp, das noch schnell erledigt, fix das fertig gemacht und ha, klar, das geht ja auch noch. Einfach übersetzt ein dauerhaftes „Go! Go! Go! Go! Go!“ als Lebensmotto. Immer in Eile, gefühlt keine Zeit für nichts, den Kalender voll, Telefon immer griffbereit, im Zweifel nicht einmal abgelegt. Hektisches Atmen bis kurz vorm Koller. Stillstand? Ruhepausen? Für Anfänger! Gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Doch eigentlich ist er da, irgendwo tief verwurzelt der Wunsch wirklich zu erleben, präsent zu sein bei den Vorhaben und nicht nur abzuarbeiten. Freizeitorientiertes Lebensmotto?

Jetzt nur noch einmal richtig durchziehen, durchhalten, richtig ackern und dann wird’s ruhiger. Ein Trugschluss? Einer, der einen direkt in den nächsten Sprint rennen lässt, schneller und immer weiter? Und was eigentlich ist der Antrieb für „ich muss nur noch das, weil sonst…“ Ja sonst was eigentlich?

Wie strapazierfähig ist die eigene Resilienz? Ist der Antrieb wirklich nur diese eine Aufgabe noch einmal rasch fertig zu bekommen

oder ist der eigentliche Antrieb dahinter ein ganz anderer? Liegt hinter dem Glauben ständig unter Strom und Volldampf etwas tun zu müssen eigentlich ein anderer Wunsch? Lebt das Umfeld wirklich in einer freizeitorientierten Schonhaltung, wenn es nicht gewillt ist dauerhaft und ständig im Sprinttempo eine Ultra-Marathon-Distanz mitzulaufen? Lässt sich wirklich nur etwas „erreichen“ im Leben, wenn das Tacho dauerhaft auf Höchstgeschwindigkeit läuft?

Wo genau eigentlich geht der Weg lang in ein Fahrwasser, dessen Tempo Fortschritt und Weiterentwicklung in einer Form ermöglichen, in

der das Leben nicht nur eine Anreihung von Abarbeitungen ist, sondern tatsächlich etwas, das wir bewusst erleben?

Was würde genau passieren, wenn Sie die nächsten Stunden nichts tun, einfach da sein und genau diese Gedanken für eine Weile sacken

lassen?

…der erste Gedanke und das erste aufkommende Gefühl könnte das Ausgangstürchen aus dem sich dauerhaft drehenden Hamsterrad sein…