Atemtechniken zur Entspannung


Veränderungen durch Atmung verankern

 

2019! Ein Jahr mit neuen Wünschen und Vorhaben, ein neues Jahr mit dreihundertfünfundsechzig neuen Möglichkeiten. Ratgeber verraten Tipps und Kniffs, wie sich Vorsätze in diesem Jahr und wahrhaftig umsetzen lassen. Einen erster Eindruck der guten Vorsätze gab es gestern zusehen, im Sportstudio waren nach Feierabend alle Geräte komplett in Gebrauch. Die eine oder andere kleine Wartezeit schien für manch einen schon die erste Herausforderung zu sein, standhaft bei seinem Vorhaben zu bleiben.

 

Doch wie steht es mit essentiellen Veränderungswünschen? Denen, die sich nicht ganz so leicht verändern lassen? Dinge, die in unserem Unterbewusstsein verankert zu sein scheinen? Die Art und Weise wie wir leben spiegelt sich wieder in der Art und Weise unserer Atmung. Im Umkehrschluss hat damit die Art und Weise wie wir atmen auch einen Einfluss auf die Art und Weise wie wir leben.

 

Warum bewusstes Atmen wichtig ist

Unsere Atmung ist die Verbindung zwischen Ereignissen, Körper und dem Nervensystem. Egal was passiert, ob Freude oder Stress, passt sich die Atmung automatisch an und sendet Signale an das Gehirn, welches daraufhin bestimmte Botenstoffe an das Hormonsystem weitergibt. Das Schöne an der menschlichen Atmung ist unter anderem, dass sie uns nicht nur Tag täglich völlig unbewusst mit Sauerstoff versorgt, sie lässt sich auch bewusst beeinflussen. Somit bietet sie uns die perfekte Möglichkeit durch eine bewusste Atmung auch das zu beeinflussen, was gerade in unserem Gehirn passiert. Wenn wir in Situationen geraten, die den Körper unter Stress setzen, beispielsweise Vorstellungsgespräche oder Besprechungen, in denen viele autoritäre Persönlichkeiten anwesend sind, kann das Gehirn in Alarmbereitschaft versetzt werden. 

Indem wir uns genau in diesen Momenten bewusst werden, was mit unserer Atmung passiert, können wir sie verändern und somit nicht nur Einfluss auf unser Atemmuster nehmen, sondern tatsächlich auch positiv auf unser Nervensystem wirken. Insbesondere eine tiefe Zwerchfell-Atmung unterstützt den Körper zu entspannen und langsam herunter zu fahren. 

 

Wann auch immer wie in Begebenheiten kommen, in denen wir Emotionen nicht voll ausleben wollen oder können, werden diese unterbewusst weggedrückt. Das können zum Beispiel Situationen sein, in denen es uns unangenehm ist vor anderen Menschen zu weinen und wir drücken die aufkommenden Tränen weg. Oder wir schlucken ein Lachen herunter, weil uns das in einem bestimmten Moment unangebracht scheint. Im Laufe des Lebens gibt es viele dieser Situationen, ein Großteil davon läuft völlig unterbewusst ab, woraufhin sich nach und nach unser persönliches Atemmuster mit verändert. So verhalten wir uns in Situationen vielleicht auf eine Art und Weise, die wir über die Zeit gelernt haben, die jedoch nicht unserer natürlichen, authentischen Handlungsweise entspricht. 

 

Eine bewusste Atmung kann diese Muster öffnen und wieder zu einer authentischeren Verhaltensweise verändern. Sie bietet die Möglichkeit Dinge nicht nur physisch zu fühlen und Emotionen und Gedanken zu verarbeiten, sie unterstützt dabei loszulassen und nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional zu entspannen. 

 

Situationen, in denen Atemtechniken helfen können

Sobald Bewusstsein darüber besteht, wie Atmung positiven Einfluss nehmen kann, kann sie in bestimmten Situationen bewusst zu Nutze gemacht werden. So erzählte mir neulich eine Klientin, dass sie nun vor einigen Besprechungen vor die Tür geht, um ein paar Mal tief durchzuatmen oder in Besprechungen direkt einige Male tief durchatmet, bevor sie sich zu Themen äußert. Es hilft ihr dabei ruhiger zu werden und fokussierter zu agieren.

 

Dadurch, dass die Atmung etwas ist, was jeder Mensch immer und überall bei sich hat, gehört sie zu den Schätzen, die jederzeit und in jeder Lebenssituation unterstützen können. So kann eine gezielte, tiefe Atmung unter anderem positiv beitragen bei

  • Einschlafschwierigkeiten
  • Verarbeitung von Stress
  • Leistungssteigerung beim Sport
  • Lampenfieber
  • Verarbeitung von Angstzuständen
  • Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens
  • .... und vielem mehr.

Warum richtige Atmung wichtig ist

Es gibt eine Vielzahl an Atemtechniken, die für verschiedenste Situationen geeignet sind. Viele davon sind alltags tauglich und lassen sich selbst unbemerkt am Arbeitsplatz durchführen. Die Gemeinsamkeit all dieser Atemtechniken ist es vor allem den Körper wieder dazu zu bringen, die eigentlich dafür vorgesehenen Organe zur Atmung nutzen, so dass sekundäre Muskeln nur unterstützen. Das bedeutet, dass Schulter-, Brust-, Nacken- und Rückenmuskeln zur Ruhe kommen, das Zwerchfell wieder in der Vordergrund rückt und zur tieferen Atmung beiträgt. Das Zwerchfell wieder mehr zu aktivieren benötigt ein wenig Übung. Ähnlich wie Muskeln, die länger nicht in Gebrauch waren und durch Sport langsam wieder aufgebaut werden. Doch Fortschritte zeigen sich schnell, meist schon nach der ersten Übung. Und die Vorteile einer richtigen Atemtechnik sind immens, durch eine gute Zwerchfellatmung:

  • Lösen sich Anspannungen in sekundären Muskeln
  • Werden durch eine größere Ausdehnung des Zwerchfells umliegende Organe mit massiert
  • Wird der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt
  • Wird das Lymphsystem mehr angeregt, welches unter anderem für die Immunabwehr zuständig ist

 

Richtige Atemtechnik lernen

Einen guten Einstieg das Zwerchfell wieder mehr in Gebrauch zu nehmen bietet folgende Möglichkeit:

Setzen Sie sich bequem auf den Boden und lehnen sich an eine Wand, so dass Ihr Rücken vollständig die Wand berührt. Falls es angenehmer ist, legen Sie sich gerne ein Kissen unter, damit Sie wirklich bequem sitzen. Atmen Sie nun einige Male wie gewohnt weiter ein und aus. Mit einer der nächsten Einatmungen atmen Sie dann tief in Ihren Bauch ein und stellen sich vor, Ihr Bauch geht mit der Einatmung auf Bauch- und Rückenseite auf wie ein Luftballon. Mit der Ausatmung lassen wieder alle Luft entspannt ausfließen. Wiederholen Sie dies einige Male. Versuchen Sie zu spüren, wie sich Ihr unterer Rücken mit der Einatmung weiter hin zu Wand bewegt. Wiederholen Sie dies einige Male wie es für Sie angenehm ist, legen dann eine Pause ein und wiederholen noch einmal.

Auf diese Art und Weise zu atmen ist es kaum möglich Rücken-, Schulter- und Nackenmuskeln für die Atmung zu benutzen. Ihr Zwerchfell wird von ganz alleine aktiv und unterstützt auf natürliche Weise dabei tief in den Bauch zu atmen.

 

Transformational Breath® gehört zu einer der effektivsten Atemtechniken, die durch eine gezielte Zwerchfellatmung nicht nur körperlich für Entspannung sorgen, sondern auch auf mentaler & emotionaler Ebene, sowie tief im Unterbewusstsein. Sie gehört zu den Atemtechniken, die ganzheitlich wirkt und so zu einem allgemeinen besseren Wohlbefinden beitragen kann.

 

Eine Liste weiterer Atemübungen, die Sie in den unterschiedlichsten Situationen im Alltag anwenden können, finden Sie hier.

 

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