Resilienz am Arbeitsplatz


Resiliente Menschen zeichnen sich in der Regel dadurch aus, Herausforderungen gut zu meistern. Ihre innere Haltung und positive Handlungsstrategien ermöglichen ihnen eine psychische Widerstandskraft, die es ihnen auch erlaubt Krisen für die eigene Entwicklung positiv zu nutzen. Sie gehen in Akzeptanz mit Situationen, die sich nicht ändern lassen, sehen sich nicht als Opfer, sondern nehmen das Zepter für ihr Leben in die Hand. Es sind Menschen, deren positive Lebenseinstellung unter anderem dazu beiträgt Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen, die ihre Zukunft eigenständig und selbst gestalten. Dabei macht es keinen Unterschied ob jemand in der Rolle einer Führungskraft oder Angestellter agiert. Es sind eben besagte innere Haltung und positive Handlungsstrategien, welche die Widerstandsfähigkeit eines Menschen ausmacht, egal in welcher Position und mit welchem Titel. Doch kann diese Resilienz auch helfen dem Leistungsdruck und Stress im Job standzuhalten?

Wodurch entsteht Stress?

Stress an sich ist erst einmal nichts Negatives. Die Auswirkungen, die durch diesen hervorgerufen werden können, sind mitunter höchst negativ, somit assoziieren viele Stress im negativen Sinne mit den daraus entstehenden körperlichen und geistigen Belastungen. Tritt die Belastung dauerhaft auf und kann weder physisch, mental, noch emotional kompensiert werden, wird sie langsam zu Überforderung. Die Auswirkungen hierfür können unterschiedlichste Gründe haben, im Berufsleben haben sie häufig mit einem enorm hohen Pensum an Arbeit und damit Leistungsdruck zu tun, der kaum oder auch gar nicht zu bewältigen ist. Manchmal verursacht auch das komplette Gegenteil den Stress, chronische Unterforderung, nichts zu tun, monotone Arbeiten, keine Möglichkeit sich einzubringen oder zu entfalten, auch dies kann in Form eines Boreouts negative Stressreaktionen verursachen. Auch die Übertragung von Aufgaben oder Rollen, für die es eigentlich Zeit bräuchte, sich einzuarbeiten und herein zu wachsen, diese Zeit jedoch nicht vorhanden ist oder gegeben wird, kann sich negativ auswirken. Sobald die Möglichkeit der Kompensation nicht mehr vorhanden ist, machen sich die negativen Seiten des Stresses in unterschiedlichen Formen bemerkbar.

 

Stress kann jedoch durchaus sehr positive Aspekte haben und sich damit auch positiv auf Körper, Geist und Seele auswirken. Beschäftigen wir uns mit Themen, die uns Freude bereiten, in denen wir voll und ganz aufblühen, uns einbringen können und positive Ergebnisse sehen, kann sich dies in einer höheren Leistungsfähigkeit des Körpers wiederspiegeln. Bekommen Menschen die Möglichkeit und auch die Zeit sich in annehmbaren Maßen in genannte neue Rollen einzuarbeiten und sind motiviert diese Herausforderung zu meistern und daraus zu wachsen, kann dies positive Auswirkungen haben. Tatsächlich gibt es auch Menschen, die aus Krisensituationen für sich positive Aspekte herausziehen und für ihr Leben nutzen können, sofern sie ausreichend Zeit und Mittel bekommen, sich mit der jeweiligen Situation auseinanderzusetzen.

Wie kann Resilienz bei Stress im Job helfen?

Interessant ist hierbei zu hinterfragen, ob eine stark ausgeprägte Resilienz eines Mitarbeiters dazu führen könnte, diesen mit noch mehr Arbeit zu überfrachten. Würden resiliente Angestellte nicht noch mehr leisten können, als weniger resiliente Kollegen? Die Beantwortung dieser Frage ist vielschichtig, denn neben ethischen Aspekten spielen hier auch wissenschaftliche, psychische und körperliche Faktoren eine Rolle. Würde es Möglichkeiten geben Resilienz ein für alle Mal anzutrainieren und sie wären dann für immer gefestigt, unverwüstlich vorhanden, wäre das bestimmt für manch einen Arbeitgeber (und sicher auch Arbeitnehmer) interessant.

 

Aus wissenschaftlicher Sicht ist bis heute bekannt, dass eingangs genannte sieben Säulen der Resilienz eine wesentliche Rolle in der Widerstandskraft eines Menschen spielen. In diesem Zusammenhang kann Resilienz durchaus dabei helfen, dem Leistungsdruck im Berufsleben gut standzuhalten. Denn die Einstellung, die damit einhergeht, ist eine, die wertschätzend mit sich selbst umgeht. Hierbei unterstützt auch persönliche Grenzen zu kennen und diese klar zu setzen und zu kommunizieren. Sie versetzt einen in die Lage für sich zu erkennen, ob der Leistungsdruck noch annehmbar ist oder schon so weit in eine Richtung drängt, dass negative Konsequenzen bei diesem Pensum und dieser Geschwindigkeit absehbar sind. Sie trägt dazu bei kommunizieren zu können, wenn die viel besagte Work-Life-Balance aus den Fugen gerät. Die Resilienz dieser Menschen besteht also auch darin, auf sich zu achten und sich selbst gut schützen zu können.

 

Resilienz ist jedoch nicht statisch, sie schwankt je nach Lebenslage und dem, was uns begegnet. In diesem Zusammenhang ist sicher auch schwankend, was wir gerade als zumutbaren Leistungsdruck empfinden und was schon nicht mehr. Es gilt in herausfordernden – oder eben auch unterfordernden – Begebenheiten im Arbeitsleben auch immer wieder innezuhalten, zu hinterfragen, reflektieren und Zeit zu nehmen, um die einzelnen Bestandteile dieser Säulen anzuschauen und zu stärken. Und dabei auch zu schauen, ob das, was in der Vergangenheit positive Auswirkungen hatte und die Widerstandskraft gestärkt hat, noch Gültigkeit hat. Mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung verändern sich über die Zeit auch die Bedürfnisse, es braucht Justierung, um das eigene Wohlbefinden immer wieder gut zu nähren.

 

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