Sicher ist, dass nichts sicher ist


…und darin liegt sie, die Herausforderung. Wir bereiten uns vor, sichern uns ab, versichern uns, beachten Eventualitäten, ergreifen Vorsichtsmaßnahmen und dann passiert das, was meine Freundin Susanne so passend benennt mit den Worten „das Leben grätscht dazwischen“.

Einige der Vorsichtsmaßnahmen greifen. Es ist beispielsweise ein Versicherungssystem, was uns bei Krankheiten oder Arbeitslosigkeit absichert. Und dennoch, wenn die Grätsche des Lebens kommt, fordert sie uns auf neuen Begebenheiten ins Gesicht zu schauen und Themen eine Relevanz zu geben, die vorher keine hatten. Was trägt, ist die eigene Resilienz. Die Besinnung und das Selbstvertrauen in die ureigenen Ressourcen.

Hier kam sie, die große Grätsche, die das Leben vieler von uns auf dem Kopf stehen lässt. Die Sicherheit über die nicht einzuplanende Unsicherheit, unsichtbar, leise, ein Virus. Sie zwingt zu neuen Entscheidungen, Planänderungen und auch in die Knie. Wo bei manch einem hinter den verschlossenen Türen der Isolation freudige Chancen hereinkommen, treten bei anderen Ängste ein. Über Existenzielles, Finanzielles, Alleinsein.

Emotionen und Ängste haben auf ihre Weise eine Berechtigung, mit ihnen stellt sich die Frage: worauf kommt es wirklich an?

Für mich persönlich: Gesundheit. Ein Geschenk, was nicht jedem gegeben ist. Und auch nicht jedem geht es gut zu Hause und leider ist auch dort nicht jeder in Sicherheit. Mehr denn je gilt es hinzuschauen, auf andere und eben auch auf sich selbst. In sich selbst hineinzuhören und sich immer wieder selbst zu fragen „Was brauche ich heute?“. Gejammer ist keine Lösung. Auch nicht der Versuch alles zu wuppen, was unter Umständen gar nicht zu schaffen ist. Arbeit, Lehrer-Ersatz, Entertainer, tip top Haushalt, Ehe, Sport …

Mehr denn je bietet diese sehr besondere Situation die Chance sich auf das zu besinnen, was gerade möglich ist. Den Blickwinkel auf das zu lenken, was wir haben und nutzen können. Sei es in kreativen Mahlzeit-Kreationen aus der Vorratskammer oder eben auch der Rückbesinnung auf frühere Situationen, in denen wir Hürden Schritt für Schritt hinter uns gelassen haben.

Es gilt für sich Methoden zu definieren, um Ängste handhaben zu können und sich auf seine Emotionen einlassen zu können. Gleich wie in vollgestopften Bürotagen plus selbst arrangiertem Freizeitstress braucht es Pausen für einen Moment der Innenschau. Sie lassen uns in Kontakt kommen mit uns selbst, bieten Antworten auf die Frage „Was brauche ich heute?“ und lassen uns auf das konzentrieren, was möglich ist.

Es ist eine Reise durch das Unbekannte und nicht jedem ist es möglich allein Lösungen auf diese Fragen zu finden oder sich auf seine Ressourcen zu besinnen. Zwischen Realität und Fiktion entstehen manchmal Wahrheiten in einer Form, die aus einem anderen Blickwinkel betrachtet an Bedeutung verlieren.

 

Es gibt Menschen, die einen dabei begleiten neue Perspektiven zu sehen und gemeinsam auf das zu schauen, was vorhanden ist und helfen kann. Es ist in Ordnung sich hierfür Verstärkung zu Seite zu nehmen. Coaches, die einen dabei unterstützen eigene Methoden zu definieren, um mit mehr Leichtigkeit, Klarheit und Selbstsicherheit die Zeiten der Unsicherheit zu durchschreiten. Lassen Sie uns sprechen!