Atmung bei Heuschnupfen und Rhinitis


Vergangene Woche half ich Freunden beim Anlegen ihres neuen Gartens. Tage lang watete ich inmitten kniehoher, wilder Blumenwiesen. Ein Traum. Undenkbar bis vor wenigen Jahren ohne Allergie-Medikamente. Die Pollen hätten dafür gesorgt, dass ich nach wenigen Minuten nichts mehr gesehen, Unmengen an Taschentüchern verbraucht, Pusteln und Schwierigkeiten zu Atmen hätte. Heute kein Problem. Der entscheidende Unterschied:

 

konsequente Nasenatmung und bewusste Atem-Übungen

Positive Effekte von Nasenatmung auf Heuschnupfen und Rhinitis

Alle Anzeichen von Allergie bei mir ganz ohne Medikamente um 90% reduziert. Dafür mitverantwortlich die Nase, sie dient als natürlicher Filter, quasi die erste Abwehr für Pollen. Ein weiterer positiver Faktor ist Stickoxid (NO), ein wichtiges Gas, welches nach jedem Atemzug durch die Nase mit in die Lunge gelangt. Es sorgt unter anderem dafür Krankheiten und Entzündungen aus den Atemwegen und der Lunge fernzuhalten. Verschiedene Studien weisen inzwischen darauf hin, dass Stickoxid als wichtiger Entzündungshemmer im Atmungsapparat fungiert (siehe u.a. Studie von S.A.Karithonov et all. und die Studie von C.Gratziou et all.)

 

Langsame und tiefe Nasenatmung sorgen dafür, dass möglichst viel Stickoxid mit in die Lunge gelangen. Darüber hinaus sorgt Kohlenstoffdioxid (CO2), welches der Körper ausatmet, in der Nase für die Linderung der Allergiesymptome. (siehe Studie von Thomas B. Casale et all.)

 

Wie atmen bei Heuschnupfen und Rhinitis?

Generell gilt: so viel wie möglich durch die Nase atmen! Auch wenn die Nase läuft. Die Atemwege verstopfen sich je mehr man durch den Mund atmet.

Damit die kleinen Wunderhelfer Stickoxid und CO2 in den Atemwegen ihre volle Wirkung entfalten können, hilft es ab und an die Luft anzuhalten. Und so funktioniert es:

  • Setzte dich entspannt und aufrecht hin
  • Atme durch die Nase ein und aus, auch wenn du das Gefühl die Nase leicht zu ist
  • Halte nach einer Ausatmung die Luft an, wenn möglich 30 Sekunden
  • Atme dann durch die Nase weiter ein und aus
  • Sobald sich deine Atmung beruhigt hat, halte nach einer Ausatmung wieder die Luft an. Wenn möglich für 30 Sekunden
  • Wiederhole dies insgesamt 5x

Die Übung sollte nicht bei Schwangerschaft oder starken gesundheitlichen Belastungen durchgeführt werden.

 

Besonders nachts sollte die Nasenatmung fortgeführt werden. Hierfür kann es helfen auf der Seite oder dem Bauch zu schlafen. Spezielles Tape kann dabei unterstützen den Mund im Schlaf geschlossen zu halten und sich auch so nachts eine Nasenatmung anzugewöhnen.

 

Du willst mehr darüber erfahren, was sich mit Hilfe deiner Atmung alles verändern lässt? Dann lass uns gemeinsam deine Atem-Reise beginnen.