Was tun bei Kurzatmigkeit durch Stress?


Heute Morgen lass ich Nachrichten, um herauszufinden welche Regelungen nun gelten. Zu finden diverse Beiträge über Verhandlungen, geltende Regeln nicht auffindbar. Mit jeder Zeile wuchs meine Wut und mit ihr veränderte sich meine Atmung, bis ich bemerkte wie ich kurzatmig, wütend und wild durch die Nachrichten wischte. Ich stellte die Seite ab, schloss die Augen und nahm einige bewusste Atemzüge.

 

Ein kurzer Moment der Hyperventilation, rechtzeitig unterbrochen. Doch was passiert eigentlich, wenn uns durch negativen Stress im wahrsten Sinne des Wortes die Puste ausgeht?  

Ursachen für Kurzatmigkeit

Das Bild von Menschen die in Papiertüten vor dem Mund atmen haben die meisten schon einmal gesehen. Das klassische Bild all jener, die hyperventilieren. Tatsächlich ist Überatmung weit verbreitet, sie führt zu Kurzatmigkeit und im schlimmsten Fall zur Atemnot. Auslöser hierfür sind Situationen, die den Körper unter negativen Stress setzen. Das kann ein kurzer Augenblick sein, beispielsweise Flugangst ausgelöst bei Start oder Landung im Flugzeug. Überatmung kann jedoch auch über einen längeren Zeitraum andauern, ausgelöst durch langanhaltenden negativen Stress, beispielsweise in einem mental toxischen Arbeitsumfeld.  

Kennzeichen der Hyperventilation

Der Moment, in dem jemand schnell, laut und kurz durch den offenen Mund hektisch in die Brust atmet, ist für Hyperventilation offensichtlich. Doch auch in der alltäglichen, schleichenden Überatmung sehen die Anzeichen gleich aus:

  • Atmung durch Mund
  • Schnelle Atmung und damit viele Atemzüge in der Minute
  • dauerhafte Brustatmung
  • Geräuschvolle Atmung
  • Häufiges Gähnen
  • Schnelle Atemlosigkeit und
  • das Japsen nach Luft nach der kleinsten Anstrengung

     Es scheint paradox, tatsächlich wird der Körper hierdurch mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Der Körper stößt beim Ausatmen zu viel CO2 aus, was für die Sauerstoffabgabe vom Blut in die Zellen essentiell ist. Durch die erhöhte CO2 Abgabe steigt der pH-Wert im Blut, das klammert sich dadurch an die vorhandenen Sauerstoffteilchen und gibt diese nicht an die Zellen ab. Das Gehirn meldet „ich brauche Luft“ und der Kreislauf der falschen Atmung beginnt.

Was hilft bei Kurzatmigkeit?

Bei länger anhaltender oder dauerhaft Kurzatmigkeit bitte eine Ärztin / einen Arzt aufzusuchen.

 

In akuten Fällen helfen viele kleine Atempausen. So geht’s:

  • Durch die Nase ein- und ausatmen
  • Nach einer Ausatmung die Luft für 5 Sekunden anhalten
  • Durch die Nase ein- und ausatmen für 10 bis 15 Sekunden
  • Nach der nächsten Ausatmung die Luft für 5 Sekunden anhalten
  • Durch die Nase ein- und ausatmen für 10 bis 15 Sekunden
  • Für 5 Minuten mit vielen kleinen Atempausen atmen
  • Sollten die 5 Sekunden sich zu lang anfühlen, die Atempause auf 3 Sekunden verkürzen
  • Die Übung sollte auf keinen Fall mehr Stress auslösen oder sich anstrengend anfühlen

     Generell hilft: Viele kleine Atempausen helfen auch Körper und Geist zu beruhigen, mit mehr Sauerstoff zu versorgen und mental ausgeglichener zu werden. Darüber hinaus hilft folgende Übung:

  • Durch die Nase ein- und ausatmen
  • Die Atmung gleichmäßig werden lassen, 5 Sekunden einatmen und 5 Sekunden wieder aus
  • Idealerweise fließt die Atmung dabei bis tief ins Zwerchfell. Hierfür können die Hände seitlich an die unteren beiden Rippen gelegt werden. Bei der Einatmung gehen die Hände auseinander, bei der Ausatmung finden sie wieder näher zusammen
  • 5 Minuten in diesem Rhythmus atmen

      Die Atemübungen werden die Wut nicht nehmen, doch sie hilft dem Körper entspannter durch die „erweiternden Ruhephasen“ zu kommen.

 

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie du Kurzatmigkeit ablegen, mit mehr Ausdauer und entspannter durchs Leben gehen kannst? Schicke mir gerne einen Nachricht für ein unverbindliches Erstgespräch.